Agdz-Zagora
Wir kommen der Wüste immer näher! Auch gestern sind wir nach dem Aufbruch in Agdz kräftig gegen den Wind pedalt. Abends aenderte sich die Windrichtung, wodurch wir plötzlich statt mit 13KM/h mit 30KM/h unterwegs waren!
Die Strecke führt durch das Vallée du Dràa, bekannt als das Tal der Datteln.
Auf dem breiten Talgrund, wo das spärliche Wasser des Oued du Dràa vor sich hin dümpelt, wachsen Tausende von Palmen und die meisten tragen Dattel.
Talaufwärts, in der Nähe von Ouarzazate, wurde vor einigen Jahren eine Staumauer gebaut, um Elektrizität zu gewinnen und einen Golfplatz zu bewaessern.
Es folgte, dass viele Gärten und Palmeraie (Palmhaine) verdorrten, da das Wasser nur noch 24 Stunden pro Woche fliesst. Die Landschaft hat dadurch aber keineswegs an Schönheit eingebüsst und wir haben die Fahrt, abwechslungsweise im Windschatten, sehr genossen!
Das Wetter war ebenfalls um einiges besser als am Vortag und entsprach unserer Vorstellung von Wüste bereits viel eher; Blauer Himmel und ein Horizont, der grösser und grösser wird, je weiter man das Tal entlang faehrt.
So um fuenf Uhr, wir hatten ca. 60KM zurueckgelegt, fanden wir uns ploetzlich von einer johlenden Schar Kinder umringt, die mit dem Velo von der Schule nach Hause fuhr. Einige grabschten nach den festgezurrten Taschen auf dem Gepaecktraeger und sie waren auch sonst aeusserst frech. Unbewusst erhoehten wir das Tempo, was die Jungs begeistert als Herausforderung zu einem Rennen aufnahmen. Die naechsten drei KM wurden zum Schauplatz eines verbissenen Kampfes, den wir dank der besseren Kraftuebertragung der Achsen auf unsere Raeder und dem enormen Leistungspotential unserer grossen Muskeln siegreich ueberstanden.
Anschliessend waren wir ausgelaugt und bewegten uns langsamer fort.
Nach einiger Zeit wurde uns plötzlich bewusst, dass unsere Schatten schon eine beachtliche Länge erreicht hatten, beziehungsweise dass es langsam Zeit wurde sich nach einer Schlafgelegenheit umzusehen...
Ibrahim (Unser neuer Freund in Agdz) hatte uns ein Riad empfohlen, das aber noch 13KM entfernt lag. Die Auberges an der Strasse, die mit kaum entzifferbarem Gekrizel angeschrieben waren, erweckten nicht unbedingt einen sehr einladenden Eindruck, weshalb wir weiter fuhren.
Die Sonne war fast untergegangen und spendete gerade noch genügend Licht.
Bei Kilometer 75 (Beziehungsweise 0 - ich hatte begonnen den Countdown zu zählen...) kamen wir endlich beim Hotel in Malal an.
Dankbar für den sehr gepflegten und luxurioesen Riad erkundigten wir uns erst nach dem Preis, als wir bereits im Zimmer standen: 600DH mit Halbpension -bisher unsere teuerste Übernachtung (ungefaehr 45SFR pro Person). Die gastfreundliche Bedienung, das gepflegte Zimmer und das grosszügige Nachtessen rechtfertigten jedoch den Preis.
Am Morgen, um halb sieben Uhr, drehten wir mit Baba (Einer der Besitzer) eine Runde durch die Palmeraie, besichtigten ihren Garten und spazierten bis zum "Fluss" (furztrocken...). Nach einem guten Frühstück reisten wir mit unseren "Mobilhomes" weiter nach Zagora - das nach unserer langen Fahrt am Vortag nur noch 17km entfernt lag.
Die Strecke führt durch das Vallée du Dràa, bekannt als das Tal der Datteln.
Auf dem breiten Talgrund, wo das spärliche Wasser des Oued du Dràa vor sich hin dümpelt, wachsen Tausende von Palmen und die meisten tragen Dattel.
Talaufwärts, in der Nähe von Ouarzazate, wurde vor einigen Jahren eine Staumauer gebaut, um Elektrizität zu gewinnen und einen Golfplatz zu bewaessern.
Es folgte, dass viele Gärten und Palmeraie (Palmhaine) verdorrten, da das Wasser nur noch 24 Stunden pro Woche fliesst. Die Landschaft hat dadurch aber keineswegs an Schönheit eingebüsst und wir haben die Fahrt, abwechslungsweise im Windschatten, sehr genossen!
Das Wetter war ebenfalls um einiges besser als am Vortag und entsprach unserer Vorstellung von Wüste bereits viel eher; Blauer Himmel und ein Horizont, der grösser und grösser wird, je weiter man das Tal entlang faehrt.
So um fuenf Uhr, wir hatten ca. 60KM zurueckgelegt, fanden wir uns ploetzlich von einer johlenden Schar Kinder umringt, die mit dem Velo von der Schule nach Hause fuhr. Einige grabschten nach den festgezurrten Taschen auf dem Gepaecktraeger und sie waren auch sonst aeusserst frech. Unbewusst erhoehten wir das Tempo, was die Jungs begeistert als Herausforderung zu einem Rennen aufnahmen. Die naechsten drei KM wurden zum Schauplatz eines verbissenen Kampfes, den wir dank der besseren Kraftuebertragung der Achsen auf unsere Raeder und dem enormen Leistungspotential unserer grossen Muskeln siegreich ueberstanden.
Anschliessend waren wir ausgelaugt und bewegten uns langsamer fort.
Nach einiger Zeit wurde uns plötzlich bewusst, dass unsere Schatten schon eine beachtliche Länge erreicht hatten, beziehungsweise dass es langsam Zeit wurde sich nach einer Schlafgelegenheit umzusehen...
Ibrahim (Unser neuer Freund in Agdz) hatte uns ein Riad empfohlen, das aber noch 13KM entfernt lag. Die Auberges an der Strasse, die mit kaum entzifferbarem Gekrizel angeschrieben waren, erweckten nicht unbedingt einen sehr einladenden Eindruck, weshalb wir weiter fuhren.
Die Sonne war fast untergegangen und spendete gerade noch genügend Licht.
Bei Kilometer 75 (Beziehungsweise 0 - ich hatte begonnen den Countdown zu zählen...) kamen wir endlich beim Hotel in Malal an.
Dankbar für den sehr gepflegten und luxurioesen Riad erkundigten wir uns erst nach dem Preis, als wir bereits im Zimmer standen: 600DH mit Halbpension -bisher unsere teuerste Übernachtung (ungefaehr 45SFR pro Person). Die gastfreundliche Bedienung, das gepflegte Zimmer und das grosszügige Nachtessen rechtfertigten jedoch den Preis.
Am Morgen, um halb sieben Uhr, drehten wir mit Baba (Einer der Besitzer) eine Runde durch die Palmeraie, besichtigten ihren Garten und spazierten bis zum "Fluss" (furztrocken...). Nach einem guten Frühstück reisten wir mit unseren "Mobilhomes" weiter nach Zagora - das nach unserer langen Fahrt am Vortag nur noch 17km entfernt lag.

1 Comments:
Hab mit Spannung und ein wenig Eifersucht eure farbige Schilderung gelesen: Ihr seid jetzt ja die viel erfahreneren Velofahrer als ich, der nur die die weitere Umgebung von Marrakech abgestrampelt hat. Lis hat meine Kenntnisse euch gegenüber wohl etwas übertrieben. Dass ihr nun doch mit eigener Kraft über den Tichka seid, trotz der Warnungen von Yussuf aus dem Riad Medersa, find ich toll, und es macht mir Lust die paar Windungen den Atlas hinauf auch bald einmal in Angriff zu nehmen. Abenteuerlich eure nächtliche Fahrt nach Telouet, schon fast wie Karl May.
Heut ist Donnerstag, ich hab noch eine Woche hier in Marrakech, vielleicht reichts noch einmal ins Ourika-Tal nach Setti Fatma, während ihr wohl irgendwo zwischen M'Hamid und Zagora unter sternbesätem Wüstenhimmel heissen Tee schlürft. Auf die Lüftung des Geheimnisses von Agdz bin ich gespannt. Könnt ihr auch schon etwas Arabisch? Ich kann schon so ein klein wenig ahnen worüber die Leute sprechen, das Fundament ist gelegt. Um etwas zu lernen geb ich euch eine Satz: Kifäsch kängulu (die zu fragende Sache auf frz. od engl., oder "hädi" mit dem Finger zeigen - dies da) bl arabia?
Gruss aus Marrakech
et bon courage!
Egon
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