Immer noch in Fes
Ja, es ist wirklich so: Wir halten uns immer noch in dieser Königsstadt Marokko's auf! Bei den mehrmaligen Medina-Besichtigungen haben sich unsere Orientierungs-Fähigkeiten multipliziert. Wir haben einen mehrstündigen Spaziergang, auf dem uns zwei Jungs als Führer über eine halbe Stunde verfolgt haben, problemlos überlebt und trotz ihrer Hartnäckigkeit haben sie schliesslich, ohne einen Dirham erbettelt zu haben, von uns abgelassen! Wir haben uns bezüglich Spenden naemlich einige Regeln angeeignet: Wir spenden jedem Erwachsenen Bettler, der halbwegs unaufdringlich bettelt, einen Dirham (oder manchmal aus Versehen auch fünf...), aber Kinder bekommen von uns nichts und zwar aus dem guten Grund, da es sonst leicht geschehen kann, dass ein Kind mit Betteln mehr verdient als dessen hart arbeitender Vater! Der Wertezerfall, der daraus folgt, ist nur eine Sache der Logik...
In der Medina hat sich Lenz nach einstündigem harten Feilschen vier Holzdöslein gekauft. Es folgen nun einige Feilsch-Tipps:
Eins; Man nehme eine Ewigkeit Zeit und addiere anschliessend eine weitere Stunde - das ist die Zeit, die man braucht um ernsthafte Preisreduktionen zu erhalten!
Zwei; Es sollte im Gespräch immer der Eindruck herrschen, man bekunde zwar einen Hauch von Interesse, wolle aber eigentlich gar nichts kaufen.
Drei; Man zaehlt mit ernsthafter Miene alle Gründe auf (auch die Absurdesten!), die den Preis der Ware vermindern koennten und beharrt darauf (Egal ob der Verkaeufer den Eindruck bekommt, er habe es mit einem Idioten zu tun! Je genervter er ist, umso schneller geht er mit dem Preis runter! Also spielen Sie grosszuegig den Idioten, es lohnt sich!).
Vier; Wenn der Preis direkt besprochen wird, sollte man behaupten, man wolle eine grosse Stueckzahl kaufen, da der Verkaeufer bei grosser Anfrage oft unverhaeltnismaessig mehr Preisnachlass vergibt. Sobald eine Summe genannt wird, rechne man laut den Preis pro Stueck vor. Darauf bekundet man ploetzliche Zweifel, ob der grossen Menge (wegen irgendetwas!). Der Verkaeufer wird darauf nervoes nachfragen! Nach bekundeten Zweifeln, ob der Menge und einigem Zoegern erhaelt man die kleinere Stueckzahl zum gleichen Rabat, wie fuer einen Grosseinkauf! Ganz wichtig: Man zockt das Gegenueber niemals ab! Der Verkäufer wird seine Ware sicherlich nicht unter einem Preis verkaufen, an welchem er nicht selbst etwas verdient, er will absichtlich den Eindruck eines Abgezockten vermitteln!
Unsere Gewohnheiten in dieser Stadt haben allmählich die Formen eines geregelten Alltages angenommen, der nur durch kleinere Abweichungen - wie zum Beispiel unserem gestrigen Abendessen im chinesischen Restaurant - unterscheidbar bleibt... Unser Alltag beinhaltet einige wenige Aufenthaltsorte: Zuerst einmal unser Hotel, wo wir unsere nächtliche Ruhe (ab ca. 23.00 Uhr) finden; Unsere Patisserie, wo wir unser Frühstück einkaufen; Unser Café, wo wir die eingekauften Croissants und Kuchen mit frischgepresstem Orangensaft und Kaffe oder Tee geniessen, waehrend wir den Fassadenmalern bei der Arbeit zuschauen (Die Arbeit dieser Menschen - ungesichert auf einem drei Meter langen Brett, das an zwei Seilen oben am Balkongeländer befestigt ist und per Flaschenzug per Hand hinabgelassen wird - an einer siebenstöckigen Fassade zu malen, stimmt uns doch sehr nachdenklich...); Unser Stamm-Cyber (wo wir inzwischen 10-Stunden Abos gekauft haben...); Besuche des Mac Donalds, der zu unserer geheimen Freude auch hier zu finden ist... (Zu unserer Entschuldigung sei gesagt, dass es bei weitem der einzige Ort ist, der in unserer Preisklasse liegt und geheizt ist!...); Sandwich Venezia, wo man - nicht sehr venezianisch! - Hamburger und Pommes (sehr gut, sehr fettig und sehr billig!) konsumiert; Unsere Pizzeria und zu guter letzt noch der Hammam Sidi Azouz in der Medina... Wir geben unser Bestes, um uns wieder an die westliche Welt zu akklimatisieren... Nein - der Grund für unsere Wahl des Essen ist eine gewisse Saettigung bezueglich marokkanischem Essen, was wir jedoch bald wieder aendern werden, da wir morgen nach Meknes fahren werden... Je nach Wetter (heute herrscht Zürich-Wetter!) werden wir morgen mit dem Velo oder mit dem Bus nach Meknes reisen...
In der Medina hat sich Lenz nach einstündigem harten Feilschen vier Holzdöslein gekauft. Es folgen nun einige Feilsch-Tipps:
Eins; Man nehme eine Ewigkeit Zeit und addiere anschliessend eine weitere Stunde - das ist die Zeit, die man braucht um ernsthafte Preisreduktionen zu erhalten!
Zwei; Es sollte im Gespräch immer der Eindruck herrschen, man bekunde zwar einen Hauch von Interesse, wolle aber eigentlich gar nichts kaufen.
Drei; Man zaehlt mit ernsthafter Miene alle Gründe auf (auch die Absurdesten!), die den Preis der Ware vermindern koennten und beharrt darauf (Egal ob der Verkaeufer den Eindruck bekommt, er habe es mit einem Idioten zu tun! Je genervter er ist, umso schneller geht er mit dem Preis runter! Also spielen Sie grosszuegig den Idioten, es lohnt sich!).
Vier; Wenn der Preis direkt besprochen wird, sollte man behaupten, man wolle eine grosse Stueckzahl kaufen, da der Verkaeufer bei grosser Anfrage oft unverhaeltnismaessig mehr Preisnachlass vergibt. Sobald eine Summe genannt wird, rechne man laut den Preis pro Stueck vor. Darauf bekundet man ploetzliche Zweifel, ob der grossen Menge (wegen irgendetwas!). Der Verkaeufer wird darauf nervoes nachfragen! Nach bekundeten Zweifeln, ob der Menge und einigem Zoegern erhaelt man die kleinere Stueckzahl zum gleichen Rabat, wie fuer einen Grosseinkauf! Ganz wichtig: Man zockt das Gegenueber niemals ab! Der Verkäufer wird seine Ware sicherlich nicht unter einem Preis verkaufen, an welchem er nicht selbst etwas verdient, er will absichtlich den Eindruck eines Abgezockten vermitteln!
Unsere Gewohnheiten in dieser Stadt haben allmählich die Formen eines geregelten Alltages angenommen, der nur durch kleinere Abweichungen - wie zum Beispiel unserem gestrigen Abendessen im chinesischen Restaurant - unterscheidbar bleibt... Unser Alltag beinhaltet einige wenige Aufenthaltsorte: Zuerst einmal unser Hotel, wo wir unsere nächtliche Ruhe (ab ca. 23.00 Uhr) finden; Unsere Patisserie, wo wir unser Frühstück einkaufen; Unser Café, wo wir die eingekauften Croissants und Kuchen mit frischgepresstem Orangensaft und Kaffe oder Tee geniessen, waehrend wir den Fassadenmalern bei der Arbeit zuschauen (Die Arbeit dieser Menschen - ungesichert auf einem drei Meter langen Brett, das an zwei Seilen oben am Balkongeländer befestigt ist und per Flaschenzug per Hand hinabgelassen wird - an einer siebenstöckigen Fassade zu malen, stimmt uns doch sehr nachdenklich...); Unser Stamm-Cyber (wo wir inzwischen 10-Stunden Abos gekauft haben...); Besuche des Mac Donalds, der zu unserer geheimen Freude auch hier zu finden ist... (Zu unserer Entschuldigung sei gesagt, dass es bei weitem der einzige Ort ist, der in unserer Preisklasse liegt und geheizt ist!...); Sandwich Venezia, wo man - nicht sehr venezianisch! - Hamburger und Pommes (sehr gut, sehr fettig und sehr billig!) konsumiert; Unsere Pizzeria und zu guter letzt noch der Hammam Sidi Azouz in der Medina... Wir geben unser Bestes, um uns wieder an die westliche Welt zu akklimatisieren... Nein - der Grund für unsere Wahl des Essen ist eine gewisse Saettigung bezueglich marokkanischem Essen, was wir jedoch bald wieder aendern werden, da wir morgen nach Meknes fahren werden... Je nach Wetter (heute herrscht Zürich-Wetter!) werden wir morgen mit dem Velo oder mit dem Bus nach Meknes reisen...

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